485. Abokonzert

25. September 2022 (17 Uhr) • Klostersaal

Monet Bläserquintett

Die Musiker des Monet Bläserquintetts lernten sich als Mitglieder des Bundesjugendorchesters kennen. Ihr Ensemble gründeten sie 2014, als sie bereits an verschiedenen Musikhochschulen studierten. Regelmäßig ist das Ensemble bei renommierten Kammermusikfestivals zu Gast, wie etwa beim Heidelberger Frühling oder dem Davos Festival in der Schweiz. Neben einem Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb in Lyon wurde das Ensemble beim Deutschen Musikwettbewerb gleich zweimal mit einem Stipendium ausgezeichnet und 2016 sowie 2019 in die „Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler“ aufgenommen. Alle fünf Musiker sind auf Solopositionen in renommierten Orchestern tätig und Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe.

Die Künstler

  • Daniela Koch • Flöte
  • Marc Gruber • Horn
  • Nemorino Scheliga • Klarinette
  • Johanna Stier • Oboe
  • Theo Plath • Fagott
Monet Bläserquintett

Nachdem sie bereits mit 19 Jahren den 1. Preis des bedeutensten Wettbewerbs für Flöte, der „Kobe International Flute Competition“ und im folgenden Jahr einen 2. ARD Preis gewann, machte sich die gebürtige Tirolerin Daniela Koch auch auf zahlreichen Festivals und seit 2011 als Soloflötistin der Bamberger Symphoniker einen Namen als gefragte Solistin, Kammermusikerin und Lehrbeauftragte.

Der Hornist Marc Gruber ist Preisträger des ARD-Wettbewerbs, bei dem er im Jahr 2016 mit einem 2. Preis sowie dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde. Zahlreiche Auftritte als Solist, unter anderem in der Berliner Philharmonie, schlossen sich an. Seit 2016 ist er Solohornist des hr-Sinfonieorchesters in Frankfurt.

Nemorino Scheliga studierte bei Norbert Kaiser in Stuttgart und spielte bis 2020 drei Jahre lang als Soloklarinettist an der dortigen Staatsoper. An derselben Position ist er ein gern gesehener Gast bei der Staatskapelle Dresden und dem Bayerischen Staatsorchester.

Johanna Stier war zwei Jahre lang Mitglied des NDR Elbphilharmonieorchesters und spielt als Gast in Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Concertgebouworkest Amsterdam. Seit 2019 ist sie Solooboistin der NDR Radiophilharmonie in Hannover.

Theo Plath ist seit 2019 Solofagottist des hr-Sinfonieorchesters in Frankfurt und gastiert als gefragter Solist und Kammermusiker bei renommierten Festivals. Er gewann zahlreiche Preise, zuletzt beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München.

Das Programm

György Ligeti (1923 – 2006): 6 Bagatellen

I. Allegro con spirito ■ II. Rubato – Lamentoso ■ III. Allegro grazioso ■ IV. Presto ruvido ■ V. Adagio. Mesto (Béla Bartók in memoriam) ■ VI. Molto vivace – Capriccioso

Antonin Reicha (1770 – 1836): Bläserquintett Es-Dur Op.88/2

I. Lento – Allegro moderato ■ II. Scherzo (Allegro) ■ III. Andante grazioso ■ IV. Finale (Allegro molto)

Maurice Ravel (1875 – 1937): Le Tombeau de Couperin (Arr. Mason Jones)

I. Prélude ■ II. Forlane ■ III. Menuet ■ IV. Rigaudon

Paul Taffanel (1844 – 1908): Bläserquintett g-Moll

I. Allegro con moto ■ II. Andante ■ III. Vivace

Abendprogramm

 Presseartikel

Kammermusik und Klezmer im Klostersaal: Monet-Bläserquintett eröffnet Konzertsaison des Kulturkreises Kloster Wennigsen

Von Dietmar Grünreich

Wennigsen. Mit Holzbläser-Kammermusik auf höchstem Niveau hat der Kulturkreis Kloster Wennigsen die neue Konzertsaison eröffnet. Eingeladen war das junge Monet-Quintett mit Daniela Koch (Flöte), Marc Gruber (Horn), Nemorino Scheliga (Klarinette), Johanna Stier (Oboe) und Theo Plath (Fagott). Der Name des Quintetts steht in engem Zusammenhang mit dem französischen Impressionisten Claude Monet, dessen farbige Kunstwerke sie mit dem farbenreichen Klang der Holzbläserkammermusik vergleichen.

Perfekte Technik und Spielwitz

Mit den zu Beginn vorgetragenen „Sechs Bagatellen“ von Györgi Ligeti, die auf einer Reihe von Klavierstücken basieren, stellte sich das Quintett vor – „ein großartiges Zusammenspiel mit perfekter Technik und Spielwitz. Danach spielten sie eines der 24 Bläserquintette des böhmischen Komponisten Antonin Reicha: das kantable, harmonische und melodische Es-Dur-Quintett, Opus 88.2.

Nach der Pause ging es weiter mit der von Maurice Ravel original für Klavier geschriebene Tanzsuite Le Tombeau de Couperin (Das Grab von Couperin) – von Mason Jones für Bläserquintette arrangiert. Als Abschluss spielten die Musiker das dreisätzige Bläserquintett g-Moll von Paul Taffanel, einem der bedeutendsten Flötisten des 19. Jahrhunderts, mit tänzerischer Grazie und weichen, stimmungsvollen Bläserklängen. Für den begeisterten Schlussapplaus im ausverkauften Klostersaal bedankten sich die Künstler mit mitreißender Tanzmusik: einem Klezmer Dance, bei dem der Klarinettist ein atemberaubendes Solo spielte, sowie mit einer Rumba.

Anschließend war man sich im Kulturkreis einig: Die fünf jungen Künstler tragen den Namen Monet im Sinne des farbenreichen Klanges zu Recht – und werden Wennigsen in bester Erinnerung bleiben.

Quellenangabe: Gehrden/Ronnenberg vom 01.10.2022, Seite 3

Das Monet Bläserquintett im Klostersaal