Trio Violine, Klarinette, Klavier

470. Konzert • 17. Januar 2020 • 19:30 • Klostersaal

Das Konzert hat bereits stattgefunden.

Hier das Abendprogramm als pdf: 470 S1-4 v2

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Beschreibung

470. Konzert • 17. Januar 2020 • 19:30 • Klostersaal

Tobias Feldmann – Violine
Bettina AustKlarinette
Robert Aust – Klavier

Tobias Feldmann, Violine, zählt zu den hochkarätigsten Musikpersönlichkeiten seiner Generation. Bettina Aust gilt als eine der vielversprechendsten jungen Klarinettistinnen. Beide sind Gewinner des Deutschen Musikwettbewerbs. Robert Aust konzertiert in verschiedenen Kammermusikbesetzungen und hat sich als ein gefragter Klavierpartner in der Musikszene etabliert.

Pressebericht

Jahres-Auftaktkonzert im voll besetzten Klostersaal: Drei junge Musiker begeistern das Publikum

Das war ein überwältigender Auftakt für das neue Jahr im „Kulturkreis Kloster Wennigsen“. Tobias Feldmann (Geige), Bettina Aust (Klarinette) und Robert Aust (Klavier) faszinierten und begeisterten das Publikum im bis auf den letzten Platz besetzten Klostersaal. Dabei sind die Drei keine eingespielte Formation, sondern sie hatten sich speziell für dieses Konzert zusammengefunden. Hinzu kam, dass der Programmtitel „Interbellum“ – was so viel heißt wie: Zwischenkriegszeit – in unserer krisengeschüttelten Zeit nicht unbedingt positive Gefühle beim Publikum hervorrufen musste. Aber es war ganz anders gemeint. Der Titel sollte darauf hinweisen, dass die Musiker in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurückblicken und Stücke aus jener Zeit spielen wollten.
Am Anfang stand Igor Strawinskys „Die Geschichte vom Soldaten“, die er 1917 im Exil in Genf komponierte – aus der damaligen Not heraus schlicht und klein besetzt. Das Publikum wurde gleich am Anfang gefühlsmäßig durch den marschmäßigen Auftakt gefordert. Neben schrillen und schnellen Passagen („Tanz des Teufels“) erlebte es auch einen hervorragend vorgetragenen Dialog zwischen Geige und Klavier sowie kräftige, aber auch zurückhaltende Triomusik.
Herrschte danach bei den Zuhörern noch eine leichte Benommenheit, so änderte sich das schlagartig mit dem nächsten Stück. Sergej Prokofiew komponierte seine Sonate Nr. 2 D-Dur 1943 im Unterschlupf für sowjetische Künstler im Ural. – zunächst für Flöte und Klavier, dann auf Anraten des befreundeten David Oistrach als Violinsonate. Trotz der Bedrängnis durch Nazis und Kommunisten fand der Komponist eine Tonsprache, die vollkommen natürlich und ungezwungen wirkt – hervorragend interpretiert vom Geigenspiel Tobias Feldmanns. Nach einem schwerblütigen Auftakt wurde das Spiel leicht-rasant, um dann sehr lebhaft zu enden. Dem Klavierspiel von Robert Aust kam stellenweise ein starker, gleichberechtigter bis führender Part zu. Das Publikum quittierte die hervorragende Leistung beider Künstler mit begeistertem Beifall.
Nach der Pause führte Camille Saint-Saens´ Sonate für Klarinette und Klavier op.167 die Zuhörerschaft in das Reich der romantischen Klänge. Der 86-jährige Komponist „wollte es romantisch“. Bettina Aust glänzte hier mit ihrem Spiel und ließ die ganze Bandbreite der Möglichkeiten ihrer Klarinette erklingen – mit einem weichen Spiel beginnend, dann beweglicher werdend. Von den tiefen Tönen (hier auch ein starker Klavierpart von Robert Aust) führte sie ganz einfühlsam zu den Höhen, die teilweise sehr markant vorgetragen wurden. Wieder reagierte das Publikum auf diese hervorragende Darbietung und diese Momente der Entspannung mit begeistertem Beifall.
Die „Kontraste“ von Béla Bartók erwiesen sich als tatsächliche Kontraste zu Saint-Saens. Bartók stellte das Werk 1940 der amerikanischen Öffentlichkeit vor. Er lebte zu dieser Zeit in ärmlichsten Verhältnissen als Exilant in New York. Elemente der US-amerikanischen Musik (er war mit Benny Goodman bekannt) finden sich in seinen Werken. Die „Kontraste“ wurden von den drei Musizierenden sehr einfühlsam, aber auch kräftig und tänzerisch flott mit einer hervorragenden Professionalität vorgetragen. Das Publikum war aus dem Häuschen.
Dieses Konzert mit drei professionell hervorragenden Musikern, die exzellent im Zusammenspiel harmonierten, hinterließ einen nachhaltigen Eindruck. Das Trio bedankte sich mit dem „Liebesleid“ von Fritz Kreisler. Diese sehr gefühlvolle romantische Zugabe ließ das Publikum emotional wieder zu Ruhe kommen.

Irmgard und Burkhard Gums

Zusätzliche Information

Instrument

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Künstler

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Preiskategorie

Erwachsene, Erwachsene (max. 2 in Begleitung von Kindern), Kinder (bis 14 Jahre), Studierende

Typ

Tickettyp

Klostersaal Kategorie A

Genre

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