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462. Konzertabend

462

2018 | 20. Oktober | 19:30
Streichquartett

Violine | Viola | Violoncello

Die Künstler

Das vision string quartet wurde nach einem Jahr gemeinsamen Jazz- Ensemblespiels im Juni 2012 von Jakob Encke, Daniel Stoll (Violinen), Sander Stuart (Viola) und Leonard Disselhorst (Violoncello) gegründet. Es ist ein einzigartiges Ensemble, welches nicht nur Werke der klassischen Literatur spielt, sondern auch Stücke aus Jazz und Pop für die Gattung des Streichquartetts erschließt.

Stilübergreifend hat das Quartett Eigenkompositionen und Werke der publikumswirksamen neueren Musikformen wie Jazz, Rock und Funk im Repertoire. Die komplexen Rhythmen, Harmonien und Klangfarben zu formen oder gar frei zu improvisieren, ist eine optimale Voraussetzung, um auch klassische Musik auf spannende und neue Weise zu interpretieren.

Das vision string quartet verbindet auf diese Weise die klassische Musik mit der populären Unterhaltungsmusik. Energievoll und mit ausgefeiltem Klangsinn musizieren die vier jungen Virtuosen und kreieren mit der Erfahrung und Sensibilität von Kammermusikern sowie der Freiheit des Jazz einzigartige Musik, wie sie von einem Streichquartett bisher nur selten zu hören ist.

Im Januar 2016 gewann das Quartett beim Felix Mendelssohn Bartholdy Wettbewerb in Berlin den 1. Preis sowie alle Sonderpreise. Im Jahresverlauf folgten der renommierte Würth-Preis (zu dessen ehemaligen Preisträgern das Artemis Quartett, Gustavo Dudamel und Claudio Abbado zählen) und der Publikumspreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Große Wellen schlägt der Erfolg beim Concours de Genève im November 2016, der mit dem 1. Preis und allen vier Sonderpreisen (!) geradezu spektakulär anmutet.

Derweil stehen im Ensemble-Kalender bereits große Konzerthäuser und klangvolle Namen der Festival-Szene: Elbphilharmonie Hamburg, Konzerthaus Berlin, Alte Oper Frankfurt, Philharmonie Luxemburg, Schwetzinger SWR Festspiele, Thüringer Bachwochen, Luzern Festival, Mozartfest Würzburg, Musikfestspiele im Rheingau, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Hinzu kommen Tourneen durch Griechenland, Österreich, Italien und China.

 

Einführung
Benjamin Boresch

Der amerikanische Komponist Samuel Barber (1910 - 1981) , der als Postromantiker gilt, ist nur auf Grund eines einzigen Stückes bei uns bekannt: seines Adagio for Strings, das auf den Beerdigungen Eisenhowers und Einsteins gespielt wurde. Es gilt als „das traurigste Musikstück der Welt“. Entstanden aus dem ursprünglichen Quartett op. 11 gliedert es sich in zwei Abteilungen, von denen die erste den Kopfsatz, die zweite das Adagio und das anschließende Finale umfasst:

  • I. Molto allegro e appassionato
  • II. Molto adagio – Molto allegro (come prima) – Presto

Das einzige Streichquartett Maurice Ravels (1875 - 1937), das 1904 uraufgeführt wurde, rief verschiedene z.T. heftige Reaktionen hervor: Begeisterung, Kritik, Unverständnis. Ravel folgte zwar seinem Vorbild Debussy, doch entstand ein eigenständiges Werk – besonders in der Ableitung der meisten Gedanken aus den Themen des 1. Satzes und der Wiederaufnahme früherer Motive, insbesondere im 3. und 4. Satz. Eigenständig ist auch die Klanglichkeit. Die Sätze:

  • I. Allegro moderato. Très doux
  • II. Assez vif. Très rythmé
  • III. Très lent
  • IV. Vif et agité

Beethovens Streichquartett a-Moll op. 132 wurde, mit den anderen vier letzten Streichquartetten, zuerst für verrückt erklärt - und dann zum Mythos und Wegweiser in die Moderne. Er schrieb es zwei Jahre vor seinem Tod. Der 1. Satz beginnt mit einer langsamen Einleitung und endet mit dem Schlussakkord a-Moll. Der 2. Satz steht, in starkem Kontrast zum a-Moll des ersten, in dessen Variationstonart A-Dur. Die den 3. Satz bestimmenden choralartigen Sequenzen werden immer wieder von energischen Passagen (Beethoven: „Neues Kraftgefühl“) unterbrochen. Der 4. Satz scheint dem Werk wieder einen heiteren Charakter zu verleihen, bricht jedoch schon bald ab, um zum 5. Satz überzuleiten, der die emotionale Spannung des 3. Satzes wieder zurückbringt.

  • I. Assai sostenuto – Allegro (a-Moll)
  • II. Allegro ma non tanto (A-Dur)
  • III. Heiliger Dankgesang eines Genesenen an die Gottheit
  • IV. Alla Marcia, assai vivace – Più Allegro (A-Dur)
  • V. Allegro appassionato – Presto (a-Moll)

 

 

 

Ausführende


VISION STRING QUARTET
Jakob Encke, Violine
Daniel Stoll, Violine
Sander Stuart, Viola
Leonard Disselhorst, Violoncello


Samuel Barber (1910-1981)
Adagio aus dem Streichquartett op.11

Maurice Ravel (1875-1937)
Ravel Streichquartett F-Dur

- Pause -

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Streichquartett a-Moll op. 132

 

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© 2018 | Kulturkreis Kloster Wennigsen

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