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461. Konzertabend

461

2018 | 23. September | 19:30
Klavierabend

Klavier

Die Künstler

Klavierduo Nadia Mokhtari und Denys Proshayev

„Klangmagier“, „Russischer Eusebius“ und „brillanter Virtuose von ganz großem Format“ sind nur einige Attribute, die die Musikkritik dem Pianisten Denys Proshayev seit seinem Gewinn des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD zuschreibt. Im weißrussischen Brest geboren, wurde er bei Professor Vladimir Krainev, einem Meisterschüler von Heinrich Neuhaus, an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover ausgebildet. Darüber hinaus wirkte Denys Proshayev über mehrere Jahre als Assistent in Vladimir Krainevs Meisterklasse in Hannover. Gleichzeitig ließ er sich bei Prof. Eiji Oue und Prof. Martin Brauß zum Kapellmeister ausbilden. Als künstlerischen Mentor konnte Proshayev Prof. Oleg Maisenberg gewinnen. Mit dem 1. Preis beim ARD-Musikwettbewerb folgte für den jungen Pianisten der internationale Durchbruch, welcher zu Auftritten mit führenden Sinfonieorchestern führte, darunter die Münchner Philharmoniker, Danish National Radio Orchestra, Radiosinfonieorchester der BR, HR, WDR, MDR, SWR, NDR, Tschechische Philharmonie, Kremerata Baltica, Orquestra Simfònica de Barcelona, St. Petersburger, Monte-Carlo und Osaka Philharmoniker.

Zusammen mit Nadia Mokhtari, der Siegerin des Concours de Radio France und einer weltweit konzertierenden Künstlerin, gründete Proshayev ein Duo, das erfolgreich auftritt und dieses Jahr u.a. Konzerte auf der „MS Deutschland“ gab. Das Repertoire des gemeinsamen Ensembles reicht von der Wiener Klassik über Schubert und Tschaikowski bis zur Musik der Gegenwart. So haben die beiden jungen Musiker die Gogol-Suite von Alfred Schnittke in Bearbeitung von V. Borovikov für Piano Classics aufgenommen. 2018 folgte darauf eine Erstaufnahme von Alfred Schnittkes “Suite im alten Stil” in Bearbeitung für Klavier zu vier Händen von A. Shchetynsky. Die Uraufführung dieser wunderschönen Version fand 2016 unter Mitwirkung der beiden Künstler mit großem Erfolg in der Mercatorhalle zu Duisburg statt und wurde im Anschluss durch Internationale Musikverlage Hans Sikorski verlegt. Zu den Schwerpunkten in Nadia Mokhtaris Repertoire gehören neben dem französischen Barock die Werke von Alexander Scriabin und der russischen Moderne.

2018 erscheint eine neue CD „Baroque Suite 2“.

 

Einführung

Die Fantasie in f-Moll für Klavier zu vier Händen gehört zu Schuberts bedeutendsten Kompositionen für mehrere Klavierspieler und zu seinen wichtigsten Klavierkompositionen überhaupt. Er komponierte das Werk im Jahr 1828, also in seinem letzten Lebensjahr, und widmete es seiner Schülerin, Karoline von Esterházy, in die er wohl heimlich verliebt war. Die Akkordbrechungen, mit denen der zweite Pianist die Fantasie im tiefen Register eröffnet, pendeln zwischen zwei Stufen: f und c. Die Sätze gehen nahtlos ineinander über. Am Ende bäumt sich die Musik zu einer großen Fuge. Die Fantasie besteht aus vier Sätzen, die miteinander verbunden sind und ohne Unterbrechung durchgespielt werden.

Alfred Schnittkes (1934-1998) Suite im alten Stil ist eigentlich für Violine und Klavier geschrieben. Das heutige Arrangement stammt von A. Shshetynsky.

Rubinsteins Konzerte galten seinen Zeitgenossen als „musikalische Offenbarungen“. Die Sechs charakteristischen Stücke sind ein Beispiel für die Einflüsse aus der russischen Volksmusik in eine idyllische Salonmusik mit pittoresken Lautmalereien – hoch romantisch im Gestus.

Robert Schumanns Bilder aus Osten werden oft als exotisch und arabisch bezeichnet. Doch orientalische Musik sucht man vergebens, eher Stimmungsbilder voller Poesie und Innigkeit. 1849 gab Schumann unter diesem Titel sechs Impromptus für Klavier vierhändig heraus. Wie aus der Vorbemerkung der Erstausgabe hervorgeht, verdankt Schumann die Anregung dazu den „Makamen“, einer Gattung arabischer gereimter Prosa des mittelalterlichen Dichters Hariri in der Übersetzung Friedrich Rückerts. Abu Said, die Hauptfigur der Makamen – Schumann verglich sie mit dem deutschen Eulenspiegel, – sei ihm während der Komposition nicht aus dem Sinn gegangen. Das erklärt den „fremdländischen Charakter“ der Musikstücke.

 

 

 

Ausführende


Klavierduo
Nadia Mokhtari und
Denys Proshayev

 

Franz Schubert (1797-1828)
Fantasie in f-Moll, D 940
I. Allegro molto moderato
II. Largo
III. Scherzo. Allegro vivace
IV. Finale. Allegro molto moderato

Alfred Schnittke (geb. 1934)
Suite im alten Stil (Transkription von A. Shchetynsky)
I. Pastorale. Moderato
II. Ballett. Allegro
III. Menuett. Tempo di Minuetto
IV. Fuge. Allegro
V. Pantomime. Andantino

- Pause -

Anton Rubinstein (1829-1894)
Sechs charakteristische Stücke op. 50

Robert Schumann (1810-1856)
Bilder aus Osten op. 66

 

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© 2018 | Kulturkreis Kloster Wennigsen

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