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    Kloster Wennigsen, unter dem Turm die Eingänge zur Kirche, zum Saal
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    Konzert im Klostersaal
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    Duo Estrellas ♦ 17. 09. 2017
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    Aris Quartett, Streichquartett ♦ 22. 10. 2017
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    Bridges of Brass, Bläserensemble ♦ 24. 11. 2017
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    Martin Helmchen, Klavier ♦ 12. 1. 2018
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    Flex Ensemble, Klavierquartett und Bandoneon ♦ 11. 2. 2018
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    Flex Ensemble, Klavierquartett und Bandoneon ♦ 11. 2. 2018
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    Vocaldente, A Capella ♦ 10. 3. 2018

 

459. Konzertabend

459

2018 | 11. Februar | 19:30
Klavier und …

Violine | Kapala | Viola | Cello | Klavier | Bandoneon

Unsere Künstler

Als Gewinner des Gianni Bergamo Classic Music Award 2015 in Lugano hat sich das Flex Ensemble in kürzester Zeit als eines der dynamischsten Ensembles seiner Generation etabliert. Bereits im Jahr nach der Gründung wurde ihm der 1. Preis des Internationalen Schumann Kammermusikpreises in Frankfurt verliehen, wo es außerdem einen Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Schumann erhielt. Weitere Auszeichnungen und Preise gewann das Ensemble beim Internationa- len Kammermusikwettbewerben. Auf diesen Erfolgen aufbauend, trat das Quartett unter anderem in Konzertsälen wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Alten Oper Frankfurt, Beijing Performing Arts Center, der Meistersingerhalle Nürnberg und bei Festivals wie dem Festival de Musique de Menton, den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, dem Heidelberger Frühling und dem Prishtina International Music Festival auf. Viele dieser Konzerte sind vom SWR, NDR Kultur und vom niederländischen Radio 4 aufgenommen oder live übertragen worden.

Das Quartett kollaboriert mit namhaften Künstlern. So auch heute mit dem renom- mierten Bandoneon-Spieler Kostas Raptis.

Die Mitglieder des 2012 gegründeten Flex Ensembles haben an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover studiert und wurden intensiv von Oliver Wille betreut. Die Mitglieder sind Stipendiaten der Villa Musica, wo sie mit einflußreichen Mentoren wie Günther Pichler, dem Artemis Quartett und dem Julliard String Quartet gearbeitet haben.

Im Herbst 2014 hat das Flex Ensemble sein CD Debüt "The Arrival of Night” mit Werken von Brahms, Piazzolla und Hartke beim Label GENUIN Classics veröffentlicht. Die Kritiken lauteten: ''Welch ein Debüt'' (Rhein-Main-Magazin), ''Eine gute Produk- tion, die Lust darauf macht, mehr vom Flex Ensemble zu hören.'' (Das Orchester), ''Elegant bis elegisch, ein wunderbar miteinander harmonisierendes Ensemble'' (hr2-Kultur), ''Überwältigend! Wahrlich alle drei Werke auf der CD wurden transzen- dent interpretiert!'' (Komponist Stephen Hartke).

Das Flex Ensemble ist Gründer und künstlerischer Leiter des seit 2014 jährlich stattfin- denden Chamber Music Fest Rheinhessen.

Kostas Raptis

Der Tango und seine Geschichte

Am Anfang stand eine „Willkommenskultur“

Argentinien versuchte 1850 mit dem Leitspruch „gobernar es poblar" (regieren heißt bevölkern) Einwanderer anzulocken. Sogar teilweise durch Bezahlung der Überfahrt. Millionen waren gekommen. Doch nach Vertreibung der Indos aus der Pampa teilten die Großgrundbesitzer das Land unter sich auf. Das versprochene Land wurde für die Neuankömmlinge unerschwinglich. Auch beherrschten Landbarone und Familienclans den Arbeitsmarkt. Die Einwanderer bekamen weder Land noch genug Arbeit. Die meisten blieben in Buenos Aires. Überwiegend Europäer. Die Großstadt verneunfachte sich auf 2 Millionen Einwohner. Die Hoffnung auf ein neues, besseres Leben der Neuen schlug in Frust um. Flucht in die Kriminalität, Spielhöllen und Bordelle blieben häufig einziger Ausweg um zu Vergessen. Aber es gab eine Verständigung in dem Sprachgewirr: Musik und Tanz. Man tanzte frei zur Musik, tanzte sich frei und tanzte sich die „Seele aus dem Leib“. Die Tänze hießen „Milongas“ was etwa dem Wort „Wirrwarr“ gleichkommt. Erst waren es fröhliche, später Tänze voller Melancholie. Der Tango wurde geboren.

„Ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann“

So hat einmal Enrique Santos Discépolo die Seele des Tangos ausgedrückt. Von all den Hoffnungen war den Immigranten nur das geblieben: ein leicht anrüchig wirkender, eleganter Tanz. Mit den wenigen Frauen konnte man auf Tuchfühlung gehen, sich im Tanz stark, furchtlos und zugleich traurig und einsam fühlen.

Die Tango-Instrumente

Zunächst waren es Geige, Flöte und Gitarre, auf denen herumziehende Musikgruppen improvisierten. Denn Noten gab es nicht und niemand hätte sie lesen können. Dann brachten Matrosen das Bandoneon nach Argentinien. Ein kleines Knopf-Akkordeon mit 144 Tönen. Ursprünglich von einem deutschen Musiklehrer aus der Konzertina entwickelt. Erst durch dieses Instrument wurde dem Tango im wahrsten Sinne des Wortes sein eigenes Leben „eingehaucht.“ Das Klavier ersetzte Flöte und Gitarre, ein Kontrabass gesellte sich hinzu. Ab 1920 bis heute wurde daraus das „orquesta tipica“ aus zwei Bandoneons, zwei Violinen, dem Piano und dem Bass.

Der Tango erobert die Welt

Flex Ensemble

Als Standard-Tanz lerne ich den Tango im Anfänger-Kurs der Tanzschule kennen: „Eins, zwei, Wie-ge-schritt, Seit-Schluss, ran“.
Bis dahin war es ein weiter Weg, der gerade heute mit großen Schritten weitergeht. Zunächst lehnte die argentinische Elite die Musik aus den Armenvierteln ab. Zumal sie aus dem „Rotlicht-Milieu“ kam. Bereits 1910 wurde aberin ganz Paris der argentini- sche Tango getanzt und gelehrt. Der Mittelstand Argentiniens kam nicht umhin den Tango anzuerkennen. Carlos Cardel, der mittellose Junge aus dem Großmarkt-Viertel von Buenos Aires, wird zum Idol von ganz Argentinien. Er verkörpert das Märchen, von dem die Einwanderer geträumt haben. Er wird ein weltweit gefeierter Star, der sich aus dem Nichts erhoben hat und den Tango über Schallplatten, Filme und Auftritte der ganzen Welt als argentinisches Kulturgut überbracht hat. Er starb im Alter von 45 Jahren. Täglich wird sein Grab in Buenos Aires von Fans besucht und mit Blumen geschmückt.

Der Tango heute

Nach dem 1. Weltkrieg entstand in Europa ein Tango in veränderter Form. Liedhafter, einfacher und im langsameren Tempo: der „Tango milonga“. 1922 wurde in England eine Standardisierung der Schritte angestrebt, schließlich erklärte man 1929 Schritt- kombinationen für verbindlich, die ich so noch in der Tanzschule lernte.
Eine andere Entwicklung nahm der Tango für musikalisch vorgebildete: Ein Tango mehr zum Hören, als zum Tanzen. Astor Piazzolla schuf den Tango als Kunstform durchmischt mit E-Musik und Jazz. Als „Tango Nuevo“ erwachte er nach einer langen Flaute in den 60er Jahren wie Phönix aus der Asche.
Einen wieder einmal neuen Weg, diesmal „zurück zu den Wurzeln“, hat der Tango heute mit großer Resonanz gefunden. So ist Deutschland in Europa am Stärksten vom Tango-Virus befallen. Überall werden Tango-Kurse angeboten, internationale Freund- schaftsbande verbinden die Szenen in Paris, Berlin, Stuttgart und Zürich. Einladungen zu Bällen und Shows werden hin- und hergeschickt: Der Tango wird zu einem neuen europäischen Zusammengehörigkeitsgefühl.

Volker Grimsehl

 

Versprochen zu diesem Abend ist „Tango in allen seinen Facetten“. Nun kommt noch ein weiteres Bonbon für die Sinneswahrnehmung hinzu: Der Videokünstler Tosh Leykum verzaubert die akustische in eine visuelle Präsentation.

Tosh Leykum, ist seit ca. 15 Jahren freiberuflicher Videokünstler mit dem Schwerpunkt auf Live-Videoprojektionen in Verbindung zu Live-Musik. Hierbei entstanden Zusammenarbeiten unter anderem mit den Düsseldorfer Symphonikern, dem Ausnahmegeiger Takashi Bernhöft zusammen mit dem WDR Rundfunkorchester, dem Philharmonischen Orchester der Stadt Trier sowie verschiedenen Ensembles und Solokünstlern, in Hannover u.a. mit dem Orchester im Treppenhaus, der Gitarristin Negin Habibi, der Staatsoper und in der Aegidienkirche.

Regelmäßige Auftritte mit live Video-Art beim „Dialog der Künste“ im Künstlerhaus Hannover. Mitbegründer und Mitglied des schwedisch-deutschem Trio LST (Sopran, Gitarre, Video) mit audio-visuellen Umsetzungen von Baudelaire Texten, Eigenproduktionen und Mitarbeit an verschiedener Kurzfilmen, dem Kinofilm „Salto“ von Maximilian Moll (Berlin) und Dokumentationen wie z.B. „Tag der Norddeutschen“ (NDR), „topsy turvy topografie“ (Kunsthalle Bremen), filmische Begleitung einer CD Produktion des dogma chamber orchestra, Szpielman´s Piano“ Kurz-Dokumentarfilm über einen Auschwitz-Überlebenden (Eigenproduktion) zeigen sein breites künstlerisches Schaffen.

Tosh Leykum ist Initiator und künstlerischer Leiter des im Sprengel Museum Hannover aufgeführten „Projekt Together“ mit verschiedenen Interpretationen der Komposition „Together“ von Isang Yun.

Spannend und vertiefend zur musikalischen Empfindung sind seine visuellen Ideen zum Tango-Abend mit dem Flex Ensemble.

Karten für 25 Euro, erm. 20 Euro gibt es im Reisebüro Cruising (Wennigsen), in der Buchhandlung Lesezeichen (Gehrden) und im Buchfink (Ronnenberg). Auch bei diesem Konzert haben Jugendliche bis 14 Jahren wieder freien Eintritt, begleitende Eltern zahlen 15 Euro.

 

 

Ausführende


Klavierquartett Flex Ensemble + Bandoneon
Kana Sugimura, Violine
Anna Szulc – Kapala, Viola
Martha Bijlsma, Cello
Endri Nini, Klavier
Kostas Raptis, Bandoneon

„Tango Talk“ 

Horacio Salgán (1916 - 2016)
Del 1 al 5 (Dia de Pago)

Astor Piazzolla (1921 - 1992)
Ballet Tango

Astor Piazzolla (1921 - 1992)
Pedro y Pedro für Bandoneon Solo

Hugo Diaz (1927 - 1977)
Termal

Rosita Melo (1897 - 1981)
Desde el Alma

Francisco Canaro (1880 o. 1888 - 1964)
Milonga del Buenos Aires

Astor Piazzolla (1921 - 1992)
Escualo

- Pause -

Julián Plaza (1810-1856)
Nocturna Milonga

Astor Piazzolla (1921 - 1992)
Tanti Anni Prima

Astor Piazzolla (1921 - 1992)
Tango del Diablo – Romance del Diablo – Vayamos al Diablo

 

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© 2018 | Kulturkreis Kloster Wennigsen

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