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    Kloster Wennigsen, unter dem Turm die Eingänge zur Kirche, zum Saal
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    Konzert im Klostersaal
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    Duo Estrellas ♦ 17. 09. 2017
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    Aris Quartett, Streichquartett ♦ 22. 10. 2017
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    Bridges of Brass, Bläserensemble ♦ 24. 11. 2017
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    Martin Helmchen, Klavier ♦ 12. 1. 2018
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    Flex Ensemble, Klavierquartett und Bandoneon ♦ 11. 2. 2018
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    Flex Ensemble, Klavierquartett und Bandoneon ♦ 11. 2. 2018
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    Vocaldente, A Capella ♦ 10. 3. 2018

 

456. Konzertabend

456

2017 | 22. Oktober | 19:30
Streichquartett


Unsere Künstler

Das Aris Quartett wurde 2009 gegründet. Anna Katharina Wildermuth (Violine), Noémi Zipperling (Violine), Caspar Vinzens (Viola) und Lukas Sieber (Violoncello) waren zu diesem Zeitpunkt noch Schüler, zwischen 15 und 18 Jahre alt, jeder von ihnen studierte aber bereits als Jungstudent in seinem Instrumentalfach an der Musikhochschule. Begonnen als Experiment, erwies sich die Begegnung der vier jungen Musiker als vollkommener Glücksfall. Noémi Zipperling: „Wirklich ein wun- derbarer Zufall, dass er gerade uns ausgewählt hat. Sonst wären wir wohl nie auf den Gedanken gekommen in genau dieser Besetzung Kammermusik zu machen; wir kannten uns ja damals noch gar nicht“.

Nach sieben Jahren zählt das Aris Quartett heute zu den markantesten Quartetten der jungen Generation mit weltweiten Engagements und Auftritten in den großen Konzerthäusern und bei den bedeutendsten Musikfestivals. Es ist den Musikern ein wichtiges Anliegen Emotionen und Leidenschaft der Musik dem Publikum nahe zu bringen. So hebt HR2 Kultur die „mitreißende Spielfreude“ hervor, die WAZ nennt ihren Auftritt gar einen „Aufschwung für die Seele“ und die Badische Zeitung sieht ein „nach höchsten Kammermusiksternen greifendes Ensemble“. Diese Eigenschaften beweisen auch zahlreiche nationale wie internationale Rundfunkaufnah-men.

Der Durchbruch gelang schon auf den ersten internationalen Wettbewerben durch gleich vier 1. Preise: beim Brahmswettbewerb 2012 in Pörtschach (Österreich), beim Europäischen Kammermusikwettbewerb 2013 in Karlsruhe, beim August-Everding Musikwettbewerb 2014 in München sowie beim Joseph Joachim Kammermusikwettbewerb 2016 in Weimar. Großes Aufsehen erregte das Aris Quartett zudem im Sommer 2016 mit der Verleihung des mit EUR 60.000,- dotierten Kammermusikpreises der Jürgen-Ponto Stiftung, sowie dem 2. Preis, dem Publikumspreis und drei weiteren Sonderpreisen beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD.

 

Einführung

Das Streichquartett ist für viele Kammermusikliebhaber die „Krone der Schöpfung“. Der besondere, sich gegenseitig ergänzende Klang wird in keiner anderen Besetzung so homogen erreicht. Häufig kann man kaum unterscheiden, welches Instrument gerade spielt, wenn es sich in die Tonlagen des anderen Mitstreichers begibt. Kein Wunder, dass fast alle Komponisten diesen besonderen Reiz in eigenen Werken ausgekostet haben. Allerdings mussten sich viele, selbst Mozart, einen besonderen „Ruck“ geben, nach dem Streichquartett- „Titan“ Haydn auch noch für diese Besetzung zu komponieren.

Die Hornfanfaren des Hauptthemas im ersten Satz und der „galoppierende“ Sechsach- teltakt waren Namensgeber für den Beinamen „Jagdquartett“ von W.A. Mozart. Ansonsten ist es ein weitaus lyrischeres Stück, als der Titel erahnen lässt. Die Geigen eröffnen den ersten Satz mit einem Ruf, der Hörner nachahmt. Ihr „Jagd- thema“ wandert später auch in die Bratsche und wird weiterverarbeitet. Im Kontrast dazu erklingt eine Pastorale. Am Ende triumphieren wieder die Jagdfanfaren in einem Kanon, bis sich die Musik dann auf leisen Sohlen davonschleicht.

Das „höfische“ Menuett strotzt von strahlenden Trillern und gibt ihm goldenen Glanz. Im Trio tanzt dann die erste Geige einen Ländler.

Es folgt ein Adagio mit ausladenden Melodien, die mit langem Atem „gesungen“ werden. Das Thema schwingt sich in die Höhe und ermattet dann im wehmütigen Abschiedsschmerz. Hier spannt sich der große Bogen zu den tragischen, weiteren Stücken des heutigen Programms. Ein Zwiegespräch mit dem Cello mündet in ein schmerzliches Duett. Im Pianissimo klingt der Satz stockend aus.

Nach dem Ernst dieses Satzes antwortet das Finale mit ausgelassener Tanzlaune. Drei Themen, alle drei Contretänze, werden zu einem Satz zusammengefügt.

Die offizielle Widmung für Schostakowitschs Streichquartett Nr. 8 lautet: „In Me- moriam der Opfer von Faschismus und Krieg.“ Der Komponist soll dabei das zerstörte Dresden vor Augen gehabt haben. Doch einem Freund schrieb er: „Ich dachte darüber nach, dass, sollte ich irgendwann einmal sterben, kaum jemand ein Werk schreiben wird, das meinem Andenken gewidmet ist. Deshalb habe ich beschlossen, selbst etwas derartiges zu komponieren.“ So gibt es eine innere Beziehung zum persönlichen „Memento mori“ Schuberts in dem Quartett „Der Tod und das Mädchen“, das heute zum Abschluss erklingt, zu diesem „Testament“ Schostakowitschs. Mit der Tonfolge „D-Es-C-H“ seiner Initialen (D-imitri S-C-H-ostakowitch) wird ein Tagebuch viele seiner Werke durch Zitate geöffnet: Aus der 1. und 10. Sinfonie (1. Satz), dem Klaviertrio Nr.2 (2. Satz), Cellokonzert (3. Satz) und der Oper „Lady Macbeth“ (4.Satz).

Volker Grimsehl

 

 

 

Ausführende


ARIS QUARTETT
Anna Katharina Wildermuth - Violine
Noëmi Zipperling - Violine
Caspar Vinzens - Viola
Lukas Sieber - Violoncello

 

Wolfgang A.Mozart (1756-1791)
Streichquartett B-Dur KV 458 („Jagd-Quartett“)
Allegro vivace assai
Menuette: Moderato – Trio
Adagio
Allegro assai

Dmitri Schostakowitsch (1906 – 1975)
Streichquartett Nr. 8 c-moll op. 110
Largo
Allegro molto
Allegretto
Largo
Largo

- Pause -

Franz Schubert (1797-1828)
Streichquartett d-moll D. 810 („Der Tod und das Mädchen“)
Allegro
Andante con moto
Scherzo: Allegro molto – Trio
Presto
Aris Quartett

 

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© 2017 | Kulturkreis Kloster Wennigsen

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