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    Kloster Wennigsen, unter dem Turm die Eingänge zur Kirche, zum Saal
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    Konzert im Klostersaal
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    Duo Estrellas ♦ 17. 09. 2017
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    Aris Quartett, Streichquartett ♦ 22. 10. 2017
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    Bridges of Brass, Bläserensemble ♦ 24. 11. 2017
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    Martin Helmchen, Klavier ♦ 12. 1. 2018
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    Flex Ensemble, Klavierquartett und Bandoneon ♦ 11. 2. 2018
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    Flex Ensemble, Klavierquartett und Bandoneon ♦ 11. 2. 2018
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    Vocaldente, A Capella ♦ 10. 3. 2018

 

455. Konzertabend

455

2017 | 17. September | 19:30
… Streicher

Violine | Akkordeon

 

Unsere Künstler

Das Duo Estrellas - Victoria Margasyuk (Violine) und Nastja Schkinder (Akkordeon) - gründete sich im Jahr 2012 aus zwei Studentinnen der Hannoverschen Musikhochschule.

Anliegen des Ensembles ist es, vorrangig Musik des Barock bis zur Moderne gemäß der historischen Aufführungspraxis zu spielen. Die zwei Musikerinnen spielten dabei im In- und Ausland, so unter anderem im kanadischen Toronto, im Kreml in Moskau oder in der Hamburger Kammeroper. Seit 2012 treten sie mit dem Programm “von Bach bis Piazzolla” in Konzerten auf. Eine große Ehre für das Duo war die Teilnahme an den Sommerlichen Musiktagen in Hitzacker in 2014, neben zahlreichen Auftritten während des Festivals wurde ein Abendkonzert von NDR-Kultur live mitgeschnitten. Des Weiteren erhielten sie nach einer überzeugenden Darstellung bei einem Wettbe- werb, ausgetragen in der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, ein Stipendium der Region Hannover.

Die russische Violinistin Victoria Margasyuk begann 2002 ihr Studium in der Klasse von Irina Bochkova am Moskauer Staats. Seit 2007 studiert sie bei Krzysztof Wegrzyn an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Im Alter von 8 Jahren gab Victoria Margasyuk ihr Debüt als Solistin mit dem Orchester des Moskauer Staatskonservatoriums. Seitdem sammelte sie Konzerterfahrungen in vielen verschiedenen Ländern. Sie tritt regelmäßig als Solistin in Ländern Europas sowie Korea, USA, Kanada und Israel auf. Victoria hat bereits erfolgreiche Konzerte in mehreren großen Konzerthallen gegeben.

Mit sieben Jahren begann Nastja Schkinder mit dem Musikunterricht. Nach Abschluss eines Musikcolleges studierte sie weiter an der staatlichen Musikakademie der Republik Belarus in Minsk, am Moskauer Musikinstitut Schnittke und an der Russischen Gnessin-Musikakademie. studierte. In den Jahren 2006 bis 2009 unter- richtete sie selbst an der Skrjabin-Musikschule in Moskau. Zurzeit studiert sie an der Musikhochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover bei Prof. Frau Moser in der Soloklasse.

Einführung

Nur auf den ersten Blick erscheint ein Akkordeon als Begleitinstrument für eine Violine fremd und exotisch. Wenn man aber bedenkt, dass das inzwischen so gut wie ausgestorbene Harmonium ähnliche Klänge erzeugte, das Akkordeon sich auch zur Interpretation von Orgelstücken sehr gut eignet und es eine Fülle von Sonaten für Violine und Orgel gibt, dann ist es nur noch ein kleiner Schritt zur klassischen Musik in dieser Besetzung.

Spätestens seit 1994, dem Erscheinen der CD von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ gespielt von „Il Giardinio Armonico“, erreichte eine ganz andere Interpretation dieses meistgespielten aller Werke von Vivaldi unsere Ohren. Im „Winter“ knackte und knirschte das Eis. Und ab jetzt fand man den Mut zu einer expressiven, bildhaften Begleitung. Im wahrsten Sinne des Wortes war „das Eis gebrochen“ und man entdeckte, dass nicht nur „brave“ Klänge die teilweise aberwitzige Solopartie der Violine begleiten sollten. So ist heute der Weg auch für den anderen Sound durch das Akkordeon geebnet.

Die Schlichtheit der Sonaten von Scarlatti, die die Fülle der Möglichkeiten des Klaviers kaum nutzt und lieber einer zweistimmigen Melodie den Vorzug einräumt, hat sie für das Akkordeon besonders geeignet macht. So gibt es inzwischen mehrere Einspielungen der Sonaten für dieses Instrument oder auf dem klareren, obertonreicheren Klang des Bajans, einem osteuropäischen Knopfakkordeon.

Siete canciones populares españolas von Manuel de Falla sind sieben spanische Lieder, ursprünglich für Sopran und Klavier geschrieben. Es sind nicht alles Volkslieder. Oft wird der Melodie nachgespürt und ihr Charakter aufgegriffen. Viele ungewöhnliche Harmonie-Sprünge entstammen aus der Folklore. In dem einleitenden Lied wird der Wertverlust durch einen Fleck auf einem feinen maurischen Tuch beklagt. In Cancion geht es, ungeachtet der fröhlichen Melodik, offenbar um eine gestörte Mutter-Kind-Be- ziehung. Asturiana gilt als Musterbeispiel für die Einbeziehung der Volksmusik in eine moderne Komposition. Eine Trauernde sucht Trost, indem sie sich an eine grüne Kiefer schmiegt und sie musste weinen, als sie sie weinen sah. Polo enthält nichts Geringeres als den wild herausgeschrieenen Fluch auf die Liebe und auf denjenigen, der diese Qual verursacht hat.

Nach Paganinis Tod mühten sich zahlreiche Musiker, dessen Position als „Teufelsgeiger“ einzunehmen, aber niemandem gelang dies damals so überzeugend wie dem Spanier Pablo de Sarasate. Dessen einzigartige Violintechnik begeisterte das Publikum vom ersten Auftreten an. Es lag also nahe, dass Sarasate sich hochvirtuose Stücke auf den Leib schrieb. Die „Zigeunerweisen“ in Form eines breit angelegten ungarischen Csárdás vereinigen alle Raffinessen des halsbrecherischen Geigenspiels und stellen nach wie vor eine Herausforderung für alle großen Geiger dar. Sie sind daher auch auf vielen Violin-Wettbewerben virtuose Vorführstücke ihres Könnens.

Volker Grimsehl

 

 

 

Ausführende


Duo Estrellas
Victoria Marg – Violine
Nastja Schkinder – Akkordeon

 

Antonio Vivaldi (1678-1741)
Der Winter, Op. 8
aus „Die vier Jahreszeiten“

Domenico Scarlatti (1685-1757)
Sonate E-dur

Manuel de Falla (1876-1946)
Aus “Siete canciones populares españolas” (Sieben spanische Volkslieder)
El paño moruno (Das maurische Tuch)
Nana (Wiegenlied)
Canción (Volkslied)
Jota (Volkslied)
Asturiana (Asturisches Lied)
Polo (Andalusisches Volkslied)

Pablo de Sarasate (1844-1908)
Zigeunerweisen, Op. 20

- Pause -

Béla Bartók (1881-1945)
Sechs rumänische Volkstänze:
Der Tanz mit dem Stabe
Gürteltanz
Der Stampfer
Horn-Tanz
Rumänische Polka
Schnell-Tanz

Wjatscheslaw Semjonov (*1948)
Drei bulgarische Volkstänze:
Gankino Horo
Sevdana
Daichovo Horo

Astor Piazzolla (1921-1992)
L’Histoire du Tango:
Bordel 1900
Café 1930

Vittorio Monti (1868-1922)
Czárdás

 

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© 2017 | Kulturkreis Kloster Wennigsen

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